Checkliste für die Auswahl der geeigneten Klinik bei Hüftoperationen
(Hüft-Totalendoprothese HTEP)

von Burkhard Treude, Dortmund

 

Lassen Sie sich nicht abspeisen mit den Worten „Ne neue Hüfte ist mittlerweile Standard.“ Neue Hüften werden zwar tausendfach (pro Jahr in Deutschland ca. 200.000 bei steigender Tendenz) eingesetzt, aber keineswegs immer mit befriedigendem Ergebnis. Und das kann manchmal damit zu tun haben, sich vorher nicht gründlich genug umgehört zu haben und die für das individuelle Problem falsche Klinik ausgewählt zu haben. Vor allem die Thematik der geeigneten Endoprothese ist - zumindest aus der Sicht des betroffenen Patienten - wesentlich komplexer und komplizierter, als man im ersten Moment denken mag.

 

Ich (*1946) kann logischerweise nur meine ganz persönliche Vorgehensweise mitteilen, die dazu beigetragen hat, dass ich mit meinem neuen „Fahrgestell“ (eingebaut Juni 2002) sehr glücklich bin. Ein Teil der folgenden Hinweise ist - das muss man ehrlich sagen - naturgemäß einfacher in die Praxis umzusetzen, wenn Sie privat versichert sind, also die freie Auswahl an Ärzten haben.

 

Bitte erwarten Sie keine individuelle Beratung von mir. Die Checkliste soll Sie nur besser vorbereiten, um Ihre eigene Entscheidung, in welcher Klinik Sie sich operieren lassen wollen, besser abzusichern.

 

 

Check-Points:

 

1.       Wünschen Sie Ihrem operierenden Arzt eine gute Nacht!
(Lassen Sie sich nicht am Montag operieren. Oder wollen Sie eine Montags-Hüfte?)

2.       Lassen Sie los - und beten Sie darum, dass alle ihr Bestes geben. Mehr konnten Sie nicht für sich tun. Jetzt heißt es, Vertrauen zu haben, dass alles glatt läuft.

 

Welche Klinik für Sie die Richtige ist, hängt möglicherweise auch mit dem Wohlfühl-Effekt sowie der räumlichen Nähe zu Ihrem Wohnort zusammen.

Bestimmt werden Sie in Ihrer Nähe jemanden finden, der Ihren Kriterien entspricht.

 

P.S.

Eine weitere Konsequenz der eingebauten Endoprothese: Kernspin-Aufnahmen anderer Körperteile können wegen der möglichen elektromagnetischen Aufladung der Prothese in vielen Fällen nicht mehr gemacht werden. An der Orthopädischen Klinik Kassel (Tel. 0561 - 30840) zum Beispiel steht allerdings seit einiger Zeit ein so genanntes "Niederfeld"-MRT, mit dem man alle Körperteile trotz Hüftendoprothese untersuchen lassen kann. Es hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass es ein offenes Gerät ist und somit auch für Patienten mit Klaustrophobie geeignet ist. Ein ähnliches Gerät steht wohl auch in Hamburg. Ambulante Untersuchungen werden aber leider nur bei Privat-Patienten oder mit spezieller Genehmigung der Kasse durchgeführt.

Interessanter LINK zum Thema:

Nachtrag Juli 2013, elf Jahre nach meiner Operation:

Juli 2013